Social Media zerstört uns


Vor etwa 10 Jahren begann das Handy-Zeitalter und brachte revolutionäre Veränderungen mit sich. Heute sind die kleinen Geräte nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Allerdings ist dies viel mehr Fluch als eigentlicher Segen...

Social Media bestimmt unser Leben

Mehr als 80 % der Einwohner in Deutschland geben an ein Handy zu besitzen, bei den Jugendlichen werden diese Werte wohl noch um einiges höher sein. Damit haben die Mobilfunkgeräte längst unser Land und unsere Gesellschaft erobert und so einige Veränderungen in unser aller Leben verursacht. Und diese sind alles andere als nur positiv. Auch in Costa Rica ist das in grossen Städten kaum anders.

Die meiste Zeit mit dem Handy wird auf Social Media verbracht. Instagram, Facebook, Twitter, WhatsApp,...um nur wenige zu nennen. Und dabei ist nicht die Rede von 30 Minuten pro Tag. Die meisten häufen Stunden, die sie täglich im Internet verbringen; man ist heutzutage nahezu niemals offline. Das Handy stets griffbereit in der Hosen- oder Handtasche, um ja nichts zu verpassen.

Doch was genau würde man denn tatsächlich verpassen, würde man das Handy für ein paar Stunden ausschalten oder es gar ganz zuhause lassen?
Einige WhatsApp-Nachrichten aus dem Gruppenchat über eine demnächst stattfindende Geburtstagsparty oder den neusten Instagrampost deines Lieblings-Influencers. Eigentlich nur eine unnötige Ablenkung von dem was du gerade vorhattest oder?


Und genau hier liegt das Problem. Heutzutage verschwimmen die Grenzen zwischen Offline-und Onlinewelt. Viele sind nie mit voller Aufmerksamkeit in der wirklichen Welt anwesend, sonder können ihre Finger einfach nicht von der Ablenkungsmaschine lassen. In Deutschland steigen die Zahlen der Internetabhängigen und längst sind wir nicht mehr die Herren über Social Media. Viel mehr bestimmt es heutzutage unser Leben und lässt keine Zeit für Pausen.


Das Handy und Social Media sind durchgehend im Einsatz




Physische und phsychische Schäden
Und diese durchgehende „Informationsüberflutung“ und der Druck immer zu online zu sein, geht nicht spurlos an uns vorbei. Der Suchtforscher Bert te Wildt, Chefarzt des Psychosomatischen Klinik Klosters Dießen bei München sagt eindeutig, dass die Internetabhängigkeit extrem mit dem Handy zugenommen hat und auch immer weiter steigt. Außerdem erhöht der Dauergebrauch die Anfälligkeit für Muskel-Skelett-Erkrankungen.

Und vor allem psychisch hat das kleine Gerät einen großen Einfluss auf uns. Es herrscht ein gewisser Druck sofort das Neuste zu erfahren, immer und überall erreichbar zu sein und das stresst unheimlich. Kaum nimmt man sich mal eine Pause, um wirklich fernab von seinem ach so lieben Handy in der Wirklichkeit zu leben. Das kennt doch jeder: das Verlangen nur „kurz“ nachzuschauen, ob nicht vielleicht doch gerade eine überaus wichtige Nachricht eingegangen ist oder irgendwas interessantes auf Instagram gepostet wurde...allein dies sind schon Anzeichen einer Sucht und darf auf gar keinen Fall unterschätzt werden.
Angstzustände, Depressionen und Schlafstörungen

Eine Forschergruppe der Korea University hat bewiesen, dass bei intensiver Handynutzung Stoffe im Gehirn aus der Balance geraten. Das verursacht unter anderem Angstzustände, Depressionen, Impulsivität und Schlafstörungen. Viele Jugendliche gaben an sich genau so zu fühlen und verrieten, dass ihre Handynutzung sowohl ihren Alltag, ihre sozialen Beziehungen als auch ihren Schlafrhythmus negativ beeinflusst.


Außerdem gehen bei der übermäßigen Mobiltelefonnutzung graue Zellen der Inselrinde verloren. Diese sind zuständig für soziale Beziehungen, sowie das Empfinden vom Empathie. Auf Dauer wird es Menschen schwer fallen sich längere Zeit auf eine Sache zu konzentrieren und tiefe, intime Beziehungen zu Anderen aufzubauen.



Der erste und letzte Griff des Tages geht meist ans Handy


Komplett Ausklinken?

Wenige ziehen deshalb in Betracht sich tatsächlich vollkommen aus dieser Welt auszuklinken. Weg mit dem Handy, dem Laptop und dem Internet. Doch einfach ist das ganz und gar nicht, vor allem da sich heutzutage so vieles über das Handy abspielt. Geburtstage oder andere Feiern werden über einen Gruppenchat geplant, andere erwarten von dir erreichbar zu sein, und auch unser Alltag passt sich immer mehr an das Handy-Leben an. Beispielsweise kann man heutzutage sogar am Flughafen mit dem Mobiltelefon einchecken.

Somit kann man sich durchaus ausgeschlossen und ausgegrenzt fühlen.

Außerdem hat das Smartphone neben all den Schattenseiten, doch auch ein paar Vorteile zu bieten. Also wie immer liegt der goldene Weg wohl in der Mitte. Aber den schweren Folgen des Gebrauchs eines Handys sollte man sich trotzdem bewusst sein. Denn zu Spaßen ist damit garantiert nicht.


Also ist dringend zu einem bewussten Handygebrauch geraten, und wir überleben auch schon mal ein paar Stunden ohne unseren besten Scheinfreund, nicht wahr?



Allerdings können sich über Social Media auch wichtige Themen schnell und weit verbreiten. So wie der Kampf der jungen Greta gegen die Klimapolitik.

Mal eine kleine Auszeit von dem ganzen Trubel? Ein Urlaub in dem lodge im Naturschutzgebiet ist ist da genau das Richtige!



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