Alles hat ein Ende - Hotel Praktikum Teil 7



Nachdem wir ein paar Tage in Nicaragua waren, freuten wir uns nichtsdestotrotz darauf bald wieder in Costa Rica zu sein…
 
Kolibri Hochland
 Kolibri Monteverde
Früh morgens machten wir uns auf den Weg zurück zur Grenze. Es erwartete uns dieselbe wacklige Bootsfahrt, dieselben nervigen Taxifahrer und derselbe anstrengende Grenzübergang wie bei unserer Anreise. Bei der Einreise gerieten wir - so wie der Zufall es eben wollte – dann auch noch an dieselbe schlecht gelaunte und unmotivierte Dame am Schalter. Es schüttete wie aus Kübeln und wir sprinteten mit unserem ganzen Gepäck die 400 Meter zur Grenze Costa Ricas. Dort wies man uns freundlich darauf hin, dass wir keinen Stempel in unserem Pass hätten. Wie bitte? Wir dachten das sei ein Scherz aber es war keiner, hatte die unfähige Dame es doch wirklich nicht geschafft uns die Stempel in unsere Pässe zu setzen! Was für ein Ärger – Wir mussten den ganzen Weg wieder zurücklaufen und uns dann auch noch blöd anreden lassen was wir schon wieder hier wollen. Keine Entschuldigung und keinerlei Einsicht. Letztendlich hat die Olle es dann noch gebacken gekriegt und wir konnten dann endlich wieder nach Costa Rica, in unser gelobtes Land, einreisen.
Playa Hermosa

Es zog uns gleich zurück an den Strand und das Meer vor allem nach der Enttäuschung des Nicaraguasees. Wir entschieden uns spontan für die Playa Hermosa, dort blieben wir für drei Nächte. Die Tage waren wirklich wunderbar entspannt, wir konnten so richtig relaxen und einfach das Meer und die Sonne genießen. Hin und wieder tranken wir das ein oder andere Bierchen in der netten Bar am Strand oder schlürften das Wasser aus den Kokosnüssen. Die Zeit verging leider viel zu schnell und wie aus dem Nichts hatten wir plötzlich nur noch vier Tage Zeit, bevor ich zurück ins Hotel und Karo zurück nach Deutschland musste. Da wir bereits viel Zeit am Meer verbrachten, sollte unser letzter Stopp nochmal ein richtiges Dschungelerlebnis werden. Und so machten wir uns auf den Weg in die Berge, nach Monteverde, die berühmtberüchtigten Nebelwälder!
Hochland Costa Rica
Nebelwald Costa Rica

Tarantel und Schlange

Allein schon die Anreise nach Monteverde war ein Abenteuer. Für 38 km benötigten wir sage und schreibe zwei Stunden! Der Weg war steil, eng und holprig – das erklärt wohl auch die verdunkelten Scheiben des Busses, denn schwache Nerven durfte man bei einem Blick aus dem Fenster nicht haben. Wir haben die Fahrt und vor allem den Ausblick auf die mythisch neblige Berglandschaft in vollen Zügen genossen. In Santa Elena erwartete uns Edith, die Besitzerin des ‚Chillout-Houses‘ – eine liebevoll und gemütlich eingerichtete Unterkunft. Da wir erst gegen Nachmittag ankamen, bekamen wir gleich mal das typische Wetter zu spüren: Regen und Nebel bei maximal 20 Grad. Diese Temperaturen waren wir gar nicht mehr gewöhnt, wir mussten uns erstmal die passenden Klamotten raussuchen und uns warm anziehen! Es war aber auch mal eine nette Abwechslung im Vergleich zu der sonstigen Hitze. Am nächsten Morgen fuhren wir dann mit dem Bus in das Monteverde Natur Reservat, dort trafen wir auf Jorge, einen Tour Guide den wir uns gegönnt haben. Und im Nachhinein betrachtet war das wohl das Beste was wir hätten machen können. Er führte uns durch den Nebelwald, erzählte uns beeindruckende und wahnsinnig interessante Geschichten über verschiedene Pflanzen und Tiere und er zeigte uns Dinge, die wir ohne sein geschultes Auge selber nie entdeckt hätten: Tarantel, Schlange, Unmengen an Insekten, Orchideen, Kolibris etc. Der Tag war wirklich gelungen und ich kann es nur jedem empfehlen, sich einen Guide zu besorgen, es ist das Geld definitiv wert. 

Tarantel Monteverde
Costa Rica Spinne

Zeit Abschied zu nehmen

Die letzten Tage vergingen wie im Flug. Einmal haben wir noch eine vierstündige Wanderung auf eigene Faust durch das Santa Elena Reservat unternommen, bei der wir uns aufgrund der schlechten Beschilderung und einer durchnässten und somit unlesbaren Karte heftig verlaufen haben. Durch den starken Regen bildeten sich auf den sowieso schon schlechten Wegen mit der Zeit auch Flüsse und wir kamen uns vor wie Indiana Jones – es fehlte uns nur noch eine Machete. Letztendes habe wir es dann doch irgendwie zum Park Ausgang geschafft und wer kann wohl von sich behaupten, sich schon einmal im Dschungel verlaufen zu haben! Wir hatten so eine tolle Zeit aber alles geht irgendwann vorbei und für uns beide kam die Zeit um Abschied zu nehmen. Karo machte sich auf den Weg nach Alajuela zum Flughafen und ich nahm einen anderen Bus in Richtung Samara. Und dort wartet auch schon ein neues Abenteuer auf mich, mein Praktikum im Hotel Costa Rica!

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